Spezifisches Training mit oder ohne Geräteunterstützung

Was ist Bewegungstherapie?

Die Bewegungstherapie ist eine Form der physikalischen Therapie, die Bewegung zur Behandlung von Beschwerden einsetzt. Sie gehört zu den wichtigsten Anwendungen im physiotherapeutischen Bereich und bedient ein breites Einsatzspektrum – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Verletzungen oder Funktionsstörungen des Bewegungsapparates bis hin zu Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen.


Wann setzt man Krankengymnastik ein?

Krankengymnastik wirkt auf vielfältige Weise, denn sie:
– aktiviert und stärkt die geschwächte Muskulatur
– dehnt Muskeln, Sehnen, Gelenkkapseln, Haut und Narben
– verbessert die Körperhaltung und entlastet die Muskeln
– schult und trainiert die Koordination
– steigert die Durchblutung
– stimuliert die Atmung, den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System

Entsprechend breit ist auch das Einsatzspektrum der Krankengymnastik, dazu gehören zum Beispiel:
– Fehlentwicklungen, Erkrankungen, Verletzungen sowie funktionelle Störungen des Bewegungsapparates, innerer Organe und Nerven
– Vermeidung und Behandlung von Gelenkversteifungen (Kontrakturen)
– Regulation der Muskelspannung
– Funktionsverbesserung bei Muskelinsuffizienzen und Muskel-Dysbalancen
– Erkrankungen der Atemwege und Atemorgane wie Mukoviszidose


Wie wird Krankengymnastik angewendet?

Es gibt verschiedene Anwendungsformen der Krankengymnastik, die passend zum individuellen Beschwerdebild der Betroffenen ausgewählt werden:

– Einfache Krankengymnastik:
Im Mittelpunkt stehen stabilisierende und mobilisierende Bewegungsübungen, die vom Patienten selbst oder vom Physiotherapeuten aktiv oder passiv im Rahmen der Krankengymnastik durchgeführt werden.

– Gerätegestützte Krankengymnastik:
Rehabilitation nach Operationen, Gelenkverletzungen oder Knochenbrüchen mit Hilfe von medizinischen Trainingsgeräten.
Eine Behandlungsmöglichkeit, die auch häufig in der Prävention von Arthrose- und Wirbelsäulenerkrankungen eingesetzt wird.

– Atemtherapie:
Atemgymnastik, die darauf abzielt dem Patienten durch verschiedene Techniken (Stärkung der Atemmuskulatur oder besondere Körperhaltung) ein leichteres Atmen zu ermöglichen. Durch verbesserte Körperwahrnehmung wird das richtige Atmen gefördert. Die Atemtherapie wird auch bei Schwangeren für die Geburtsvorbereitung genutzt.

Des Weiteren kann die richtige Atemtechnik sowie das effektive Abhusten von Schleim mit Hilfe von medizinischen Hilfsmitteln, im Rahmen einer Husten- und Atemschulung erlernt werden. Regelmäßiges Training senkt die Atemnot, trainiert die Atemmuskulatur und ermöglicht es den Schleim besser abzutransportieren.

– Die Physiologischen Ketten – Methode „Busquet“
Hier geht es nicht darum Krankheiten zu behandeln, die in den Bereich der Medizin fallen, sondern um die Behandlung von Dysfunktionen.
Dysbalancen von Muskeln, Muskelketten und Faszien können zu hartnäckigen Verletzungen führen. Wir helfen den Patienten wieder das funktionale und erforderliche Gleichgewicht zur Förderung seiner Gesundheitsdynamik zu finden.

– Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation
Das Zusammenspiel von Muskulatur und Nerven findet in vielen Bereichen der Physiotherapie statt, besonders aber in der Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen. Dabei werden die Druck- und Dehnungsrezeptoren in Muskeln, Bindegewebe, Gelenkkapseln und Sehnen durch Dehnung, Entspannung oder auch Streckung stimuliert. Diese Abläufe geschehen in bestimmten vordefinierten Reihenfolgen, wobei in den Muskeln eine vermehrte Kontraktion und Entspannung erfolgt. Die Muskeln sowie der Spannungszustand eines Muskels erhalten neue Kraft und Dehnung, wodurch sich die Bewegungsabläufe normalisieren.